CDU-Kreistagsfraktion Limburg-Weilburg
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15.12.2016, 15:00 Uhr | Übersicht | Drucken
CDU-Kreistagsfraktion vor Ort: Donum vitae erweitert Beratungsangebote

Der CDU Arbeitskreis Soziales besuchte zuletzt donum vitae um sich vor Ort über die geplante Einrichtung eines Verhütungmittelfonds zu informieren. Vor einiger Zeit hatte sich donum vitae an die CDU-Kreistagsfraktion gewandt, um auf den in Fulda eingerichteten Verhütungsmittelfond hinzuweisen, mit dem Ziel im Landkreis Limburg-Weilburg diesen Fond ebenfalls einzurichten.


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Intensive Gespräche zwischen den Mitgliedern der CDU-Fraktion und den Damen von donum vitae

Um sich genauer über die Modalitäten für die Förderung aus diesem Verhütungsmittelfonds zu informieren, trafen sich Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle und Vertreterinnen des Vereins mit dem CDU Arbeitskreis, unter seinem Vorsitzenden Helmut Schäfer. Dabei ging Frau Schweitzer zunächst auf die Arbeit der Beratungsstelle ein. Seit dem vergangenen Jahr bietet donum vitae im Rahmen der Frühen Hilfen Unterstützung bei „Schreibabys“ an. Für das Projekt des Ministeriums Familie, Senioren, Frauen und Jugend „Schwangerschaft und Flucht“ wird demnächst im Rahmen der aufsuchenden Arbeit eine Stelle mit 20 Stunden auch in Limburg geschaffen. Hier wird es notwendig sein ein Netzwerk von Übersetzerinnen, Psychotherapeutinnen und Fachfrauen anderer medizinischer Disziplinen aufzubauen. Der dem Arbeitskreis angehörige Kreistagsabgeordnete Tobias Grän sagte spontan seine Unterstützung zu. Der WEISSE RING e.V., bei dem er tätig sei, sei auch vor Ort, im Landkreis Limburg-Weilburg gut vernetzt. Er werde sich dafür einsetzen, dass ein Kontakt zur örtlichen Außenstelle des Opferschutzvereins in Limburg hergestellt werde. Beachtlich ist auch die Präventionsarbeit des Vereins an den Schulen des Kreises. Der Verein hat im abgelaufenen Jahr über 100 Präventionstermine an den Schulen des Kreises durchgeführt.
Zur Einrichtung des Verhütungsmittelfonds berichtete Frau Bach, dass seit der Einführung der Arbeitsmarktgesetze bedürftige Frauen und Paare ab 20 Jahren die Pille nicht mehr erstattet bekommen. Der Hartz IV-Regelsatz sieht 16,16 Euro (alleinstehende Erwachsene) monatlich für die Gesundheitspflege vor. Dazu gehören Praxisgebühr, Medikamente, Zuzahlungen in Apotheken und Verhütungsmittel. Eine Pillenpackung aber kostet allein etwa 10 und 20 Euro je Monat. Mit dem einzurichtenden Verhütungsmittelfonds soll diese Lücke für Empfängerinnen von staatlichen Transferleistungen wie ALGII Bezieherinnen, Sozialhilfebezieherinnen nach SGB XII und Bezieherinnen nach dem AsylbLG geschlossen werden, um ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden. Einer der am häufigsten genannten Gründe für die Erwägung eines Schwangerschaftsabbruchs, so Frau Goldberg-Buschong von donum vitae, seien die wirtschaftliche Situation und finanzielle Gründe. Die Auszahlung aus dem Fond der Stadt und des Landkreises Fulda erfolgt nach ärztlicher Verordnung und Prüfung der Bedürftigkeit durch die jeweilige Beratungsstelle. Danach wird durch die Beratungsstellen eine Bescheinigung zur Kostenübernahme ausgestellt.

Aufgrund der aktuellen Haushaltssituation und der Tatsache, dass der Kreis durch den Schutzschirm des Landes bei seinen freiwilligen Leistungen „gedeckelt“ ist, sahen die Mitglieder des Arbeitskreises in der momentanen Situation keine Möglichkeit diesen Fonds aus den Mitteln des Kreishaushaltes zu speisen. Möglich wäre jedoch ein Modellprojekt ab 2017, welches aus der Sozialstiftung des Kreises gefördert würde. Ein diesbezüglicher Antrag wurde für die nächste Sitzung des Kreistages eingebracht.



aktualisiert von Andreas Hofmeister, 04.01.2017, 15:41 Uhr

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