CDU-Kreistagsfraktion Limburg-Weilburg
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01:27 Uhr | 14.12.2017 StartseiteStartseiteKontaktKontaktImpressumImpressum
 
Reden
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Rede des Fraktionsvorsitzenden zur Debatte um den ehemaligen Landrat Heinz Wolf in der Kreistagssitzung am 27. April 2012 in Hadamar
Sehr geehrter Herr Vorsitzender, meine Damen und Herren,
die CDU-Kreistagsfraktion ist an einem sachlichen und fairen Umgang untereinander bei der Aufarbeitung des Lebens und Wirkens des ehemaligen Landrats Heinz Wolf interessiert, weswegen die CDU-Kreistagsfraktion Limburg-Weilburg nach wie vor die Auffassung vertritt, dass die Aufarbeitung und historische Bewertung der Tätigkeiten des Staatsanwaltes Heinz Wolf am Strafsenat des Oberlandesgerichtes Danzig zwischen 1939 und 1944 sowie seiner sonstigen ihm zugewiesenen Aufgaben zwischen 1933 und 1945 zwingend geboten ist.
 
Kurz gesagt: Die Wahrheit muss auf den Tisch.
Es gibt für uns keinen Grund, irgend etwas zu verheimlichen, sondern wir wünschen wie sie alle eine lückenlose Aufklärung und Bewertung. Deshalb haben wir in der Kreistagsitzung am 24.02.2012 auch sofort zugestimmt, als der Vorschlag kam, alle bis dahin gewonnenen Erkenntnisse nach Wiesbaden zum Hessischen Landtag zu geben, in dessen Auftrag eine Kommission beauftragt wurde, sich mit der möglichen NS-Vergangenheit hessischer Landtagsabgeordneter eingehend zu beschäftigen.
Für uns ist es selbstverständlich, dass diese Arbeit fern der regional möglicherweise bestehenden persönlichen oder politischen Animositäten von unabhängigen und angesehenen Historikern geleistet wird. Wir haben volles Vertrauen in die Arbeit dieser Kommission, in der die Historiker Dr. Andreas Hedwig (Staatsarchiv Marburg, federführend), Prof. Dr. Eckart Conze (Universität Marburg), Dr. Walter Mühlhausen (Heidelberg) und Prof. Dr. Klaus Eiler (Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden) maßgeblich beteiligt sind. Die Kommission hat mit einer Sitzung am 20.04.2012 ihre Arbeit bereits aufgenommen und drei unabhängige Historiker beauftragt, Sachverhalte und Tatbestände für eine Bewertung zusammen zu tragen.
 
Die CDU-Kreistagsfraktion wird die Ergebnisse und Bewertungen dieser Kommission nach deren Bekanntwerden zur verbindlichen Grundlage nehmen, die erforderlichen Entscheidungen für unseren Kreis zu treffen.
 
Wir sind überzeugt, dass mit diesem Verfahren den Wünschen aller Beteiligten und Betroffenen am besten Rechnung getragen wird. Wir begrüßen den Vorschlag von Landrat Michel, die Namensnennung bis auf weiteres im Zusammenhang mit der Sporthalle auszusetzen und diese bis zu einer endgültigen Entscheidung als Kreissporthalle Limburg zu bezeichnen.
 
Meine sehr geehrten Damen und Herren: Die CDU-Kreistagsfraktion ist der Meinung, dass unmittelbar nach Bekanntwerden der Erkenntnisse aus Wiesbaden die darauf gründenden erforderlichen Maßnahmen zu treffen sind. Da wir nicht wissen, wann dies sein wird, schlagen wir ergänzend zum Ruhen der Namensnennung vor, den Antrag zur Namensfindung heute nicht abzustimmen, um in keine Richtung etwas zu präjudizieren oder zu blockieren, sondern ihn im Geschäftsgang zu belassen und zu gegebener Zeit erneut aufzurufen.
 
Ich würde mich freuen, wenn weitere Fraktionen sich diesem Antrag zu einer gemeinsamen Vorgehensweise anschließen könnten
eingetragen von Andreas Hofmeister, 19.12.2012, 23:08 Uhr
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